KATZEN HABEN IHRE EIGENE "SPRACHE"

Es gibt viele Namen für das was ich tue aber am bekanntesten ist wohl der Begriff "Katzenpsychologie". Es ist auch etwas verwirrend, wenn man bedenkt, dass es die Menschen sind, die einen Psychologen aufsuchen, wenn sie psychische Probleme haben – und diese Leute sind ja auch krank – aber eben psychisch. Das kann man aber so nicht einfach auf Katzen übertragen und da liegt die Verwirrung: die Katzen sind nicht psychisch krank und brauchen auch keine Behandlung oder Beratung. Ich beschäftige mich mit den Ansprüchen einer Katze an ihr Lebensumfeld und dem daraus resultierenden Verhalten. Ist die Verhaltensweise nicht kompatibel mit dem alltäglichen Leben der Menschen, muss man versuchen, einen Kompromiss zu finden. In den meisten Fällen entstehen die Probleme im Zusammenleben von Mensch und Katze durch die Unwissenheit der Halter und das sie womöglich ein für sie negatives Verhalten unbeabsichtigt auch noch gefördert haben. Und leider ist es immer noch viel zu oft so, dass die Menschen meinen, die Katzen denken genau wie wir und stellen daraufhin unglaubliche Theorien auf. Die Aufklärung und Berichtigung dieser Annahmen ist die allererste Maßnahme und auch eine der wichtigsten, denn wenn mir der Katzenhalter schon an dieser Stelle nicht glaubt, ist eine Hilfe meinerseits vergebens.

 

Ein großer Arbeitsbereich ist die Aufklärung des Halters. Die Aufgabe besteht darin, die individuellen Bedürfnisse einer Katze herauszufinden und dann dem Halter zu erklären. Danach erstelle ich einen Plan für vorübergehende, besondere Maßnahmen und auch für den Umgang im Alltag damit eine erfolgreiche und vertrauensvolle „Katze-Mensch-Beziehung“ entstehen kann bzw. wieder hergestellt wird.

 

Missverständnisse mit und über Katzen gibt es genug, was oft daran liegt, dass man ihr Verhalten mit dem von Hunden gleichsetzt. Aber: verschiedener geht’s kaum! Schon die grundsätzliche Einstellung der beiden Arten ist komplett anders – der Hund will es immer dem Halter recht machen, weil er von dieser Art Beziehung abhängig ist und er über Jahrzehnte hinweg in diese Richtung gezüchtet wurde. Ein funktionierendes Rudel hat für einen Hund grundlegende Bedeutung!

Bei der Katze ist das völlig anders, denn sie ist kein Rudeltier und will auch keins sein. Sie verhält sich eben so unverfälscht und unabhängig wie sie nun mal ist und auch schon immer war. Dennoch gibt es an den Orten, wo sich mehrere Katzen aufhalten, eine soziale Rangordnung – wie z.B. in einem Mehrkatzenhaushalt. Auch das birgt viel Potential für Ärger zu Hause. Allerdings heißt das nicht, dass eine Einzelkatze immer und mit allem zufrieden ist – ganz und garnicht – die Tatsache grenzt lediglich ein, um welche Katze es geht. :o)

 

Tja, und an der Stelle komme ich dann (meistens) ins Spiel… 

Die Beratung braucht der Mensch – nicht die Katze


jede KATZE hat ihre individuellen bedürfnisse


Eine KATZE ist weder Mensch noch hund